Katholische Pfarrei Herz-Jesu

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Pfarr-Reise 2014

Pfarrei Herz-Jesu fuhr zum Lago Maggiore

Am Morgen des Ostermontag starteten 45 erwartungsfrohe Teilnehmer mit einem Bus von Merz-Reisen zur diesjährigen „Pfarr-Reise“ an den Lago Maggiore. Mittagspause machte die Reisegesellschaft an der Raststätte „Via Mala“ in der Nähe der gleichnamigen Schlucht, die durch den Roman von John Knittel weltberühmt wurde. Spätestens seit der Einkehr in dieser Raststätte wissen die Reisefreunde, warum es immer heißt, dass die Schweiz teuer ist. Zu unserem Leidwesen waren an der Schlucht alle Parkplätze belegt.

So fuhren wir weiter nach Zillis. Dort besichtigten wir die aus der Zeit der Hochromanik stammende Kirche St. Martin, die wegen ihrer im Original erhaltenen, bemalten Decke auch „Alpen-Sixtina“ genannt wird.  Am späten Nachmittag erreichten wir dann unser Standquartier Stresa am Lago Maggiore. Das Hotel lag an der Ufer-Prommenade; deshalb war es ohne weiteres möglich, dort in der Freizeit spazieren zu gehen und die tollen, aber auch teueren Hotels zu bestaunen.
Hatte es bei der Ankunft in Stresa noch leicht geregnet, so erwartete uns am nächsten Morgen herrliches Wetter. So konnten wir die Fahrt an den Comer- und Luganer See, inmitten einer herrlichen Landschaft gelegen, richtig genießen. Lugano ist die heimliche Hauptstadt des Tessins. Wahrzeichen der Stadt ist der Campanile des Doms San Lorenzo.
Absoluter Höhepunkt der Reise waren die Besichtigungen in der Metropole der Lombardei, also in Mailand. Erstes Ziel war die Kirche Santa Maria delle Grazie. Im Refektorium des gleichnamigen Dominikanerklosters betrachteten wir das wohl berühmteste Fresko der Welt, „Das Letzte Abendmahl“, ein Meisterwerk Leonardo da Vincis. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Doms „Santa Maria Nascente“ im Zentrum der Großstadt. Mit 158 m Länge und 93 m Breite zählt er zu den größten Gotteshäusern der Christenheit. Mit 108 m Höhe dominiert der Turm die zentrale Piazza del Duomo. Nicht fehlen durfte natürlich ein Gang durch die Galleria Vittorio Emanuele II.,die von einer 47 m hohen Glaskuppel überspannt wird. Die Geschäfte und Cafés sind elegant und mondän, aber auch teuer. Weniger beeindruckend war dagegen die Besichtigung des berühmten Mailänder Opernhauses, des Teatro alla Scala.

Am vierten Tag unserer interessanten Reise fuhren wir mit einem Motorboot zu den Borromäischen Inseln (Isole Borromee), deren Name sich von der Familie Borromeo ableitet, in deren Besitz sie sich seit dem 12. Jahrhundert befinden. Als erstes steuerten wir die größte der Inseln, die Isola Bella, an. Sie galt bereits zur Barrockzeit als sogenanntes Weltwunder. Die zahlreichen Säle im Palast des Prinzen Borromeo aus dem 17. Jahrhundert sind prunkvoll ausgestattet. Neben dem einzigartigen Gebäude gilt es, die bedeutendsten barocken, pyramidenförmigen Gartenterrassen Italiens zu besichtigen, die Pflanzen aus aller Welt beherbergt. Sodann fuhren wir weiter zur Isola Pescatori. Hier handelt es sich um eine ehemalige Fischer-Insel mit schönen Winkeln, Treppen und Durchgängen sowie der kleinen romanischen Kirche San Vittore. Mit dem Boot fuhren wir dann weiter zum Eremiten- und Wallfahrtskloster „Eremo die Santa Caterina del Sasso“.

Am letzten Tag unserer Reise unternahmen wir einen Abstecher in den schweizerischen Teil des Lago nach Ascona und Locarno. Der weitgehend intakte alte Stadtkern Asconas wird vom schlanken Campanile der Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo überragt. Im Inneren überraschen die Lichteffekte des riesigen Altarbildes von Giovanni Serodine aus dem 17. Jahrhundert. Sehr beeindruckt haben die ornamentalen Friese an der Casa Serodine, dem alten Stadtpalast der Künstlerfamilie Serodine. Lohnenswert war auch die Besichtigung der Kirche Santa Maria della Misericordia.

Die Altstadt Locarnos wirkte mit einem gewissen Charme auf uns. Alljährlich wird die Piazza Grande mit ihren Cafés und Restaurants unter den Laubengängen beim Filmfestival zum Open-Air-Kino. In der ältesten Kirche von Locarno, San Vittore, bewunderten wir einen romanischen Fresken-Zyklus. Mit der Standseilbahn fuhren wir hinauf nach Orselina und erreichten nach kurzem Anstieg die sehenswerte Wallfahrtskirche Madonna del Sasso, wo dem Franziskaner Bartolomeo d’Ivra 1480 die Madonna erschien.

Mit zahlreichen schönen Eindrücken im Gepäck, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden, traten wir, bei immer noch herrlichem Wetter, am 26.04. die Heimreise an.

                                                                                                          Werner Rübig

Das Foto von Uta Fraiss-Koeppen zeigt die Reisegruppe im Garten des Palastes auf der Isola Bella